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Liebe Leserin, lieber Leser, ich begrüße Sie herzlich.
Was Sie hier lesen, kann nur ein Denkanstoss sein, über reale und noch zu realisierende Wahrheiten, die wir jedoch verwirklichen könnten.
War der Zeitgeist jemals ethisch? Die Geschichte ist der Beweis, eines seit immer unethischen Zeitgeistes, der zu allen Zeiten als modern galt. Für das Geschehen in dieser Welt und für die Lösung all ihrer Probleme sind wir kaum verantwortlich. Wir können wenig dagegen tun, wenn Wissenschaftler Mittel entwickeln, mit denen Wälder, Insekten und Menschen in Massen vernichtet werden können und Politiker und Wirtschaftler bestimmen, wann und wo welche Massen zu vernichten sind; und dass das Geld für Kriege immer frei verfügbar war und ist, aber nicht für die jährlich 50 Millionen Verhungerten. Wir können uns kaum dagegen wehren, dass die Rüstungs- bzw. Kriegsindustrie ein lukratives Geschäft ist, die in Kriegen Hochkonjunktur feiert, deren Produkte nur der Zerstörung dienen, sich deshalb auf Kosten der Steuerzahler bereichern und Arbeitsplätze schafft - zum Preis ungezählter Kriegsleichen. Das sind reale Wahrheiten, Manifestationen des hab- und machtgierigen, unethischen Zeitgeistes, der dauernde Gewalt- und Kriegs-Abwehr-Bereitschaft bewirkt.
Das sind die noch zu realisierenden Wahrheiten: Es ist unsere Aufgabe und Verantwortung, uns dem eigenen persönlichen Umfeld anzunehmen. Den Frieden können wir nicht gegeneinander erarbeiten. Wir sind auf ein liebvolles Miteinander a n g e w i e s e n und besitzen die Fähigkeit, entsprechend zu handeln. Wenn jeder Mensch das tut, ist die ganze Menschheit und der Zeitgeist ethisch, und es kann keine verantwortungslos Führenden in Politik, Religion, Wirtschaft und Wissenschaft mehr geben. Wir sind dem unethischen, gewalttätigen, hab- und machtgierigen Zeitgeist nicht hilflos ausgeliefert, denn wir können selber denken und niemand hat uns zu befehlen, was und wie wir denken sollen.
Die Ethik ist einfach, aber so sensibel dass sie nicht manipuliert werden darf. Ihre wahre Größe ist gegeben: "Ehrfurcht vor dem Leben" (Albert Schweitzer) und ist ohne Liebe nicht realisierbar. Meines Wissens ist Albert Schweitzer der erste Denker, der die Ethik als, "Ehrfurcht vor dem Leben", verstand. Das ist ein Meilenstein in der Geschichte der Aufklärung. Die Menschheit - jeder Mensch, auch Politiker, Kleriker, Wirtschaftler, Wissenschaftler, Ethiker und Ethikkommissionen - täten gut daran sie anzuerkennen und vehement zu vertreten. Wer nicht achtsam mit der Würde des Menschen und der allen Lebens umgeht, hat keine Ehrfurcht vor dem Leben und manipuliert die Ethik.
A. Schweitzer: "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
Die Wahrheiten die zum Frieden führen, finden wir in uns. Folgende werden zu wenig beachtet: Wir selbst gestalten unsere Wirklichkeit, individuell und kollektiv, mit unsern zu Glaubensätzen erhärteten Überzeugungen. Diese zum Grossteil unbewussten und überwiegend negativen Glaubenssätze - z.B. der Mensch ist zum Bösen geboren und unverbesserlich - die wir gefühlstark mit ganzen Gruppen, ja Massen teilen, verursachen alles materielle Geschehen unseres Umfeldes, solche nationaler und sogar globaler Tragweite. Es gibt keinen Handlungsimpuls, der nicht im Geist begänne und geformt ist von bewussten und unbewussten Glaubenssätzen.
Auch Sie wissen in Ihrem Innersten: Der Glaube an die Gewaltlosigkeit, würde den Berg der Gewalt versetzen, der Glaube an die Liebe, den Berg der Unliebe. Die Liebe ist die Grundlage der Ethik und muss in uns a l l e n beginnen. Oder Ethik, Frieden und Gerechtigkeit beginnen nie im Hier. Oder wissen Sie eine andere Grundlage, bessere Glaubenssätze, die zum Frieden taugen?
Auf der Seite "Das Wesen der Liebe", beantworte ich einige Fragen und bin überzeugt, dass Sie deren Antworten genauso gut wissen.
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